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Kategorien von Olivenöl

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Um die Qualitätsunterschiede beim Olivenöl für den Verbraucher etwas übersichtlicher zu gestalten, hat die EU das Olivenöl in verschiedene Kategorien eingeteilt. Dabei sind in den unterschiedlichen Güteklassen verschiedene Qualitätskriterien, wie beispielsweise der maximale Säuregehalt, diverse Reinheitskriterien und Vorschriften für die Herstellungsweise geregelt. In der Europäischen Union unterteilt sich das Olivenöl in acht Güteklassen, von denen allerdings nicht alle für den Verzehr zugelassen sind. 

Güteklassen von Olivenöl

Güteklasse 1 – Natives Olivenöl extra:

Als natives Olivenöl extra (in Spanien Olivenöl Virgen extra) wird die höchste Kategorie der Olivenöle bezeichnet. 

  • Das native Olivenöl extra darf nur aus den Früchten des Olivenbaums auf mechanische Weise gewonnen werden. Außer dem Waschen, Dekantieren, Zentrifugieren und Filtern ist keine weitere Behandlung gestattet. 
  • Mischungen mit anderen Ölen sind verboten. 
  • Der Säuregehalt ist ≤ 0,8 Prozent.
  • Es muss Fruchtigkeit besitzen (=Fruchtigkeitsmedian >0).
  • Es darf keine Fehlaromen aufweisen (= Fehlermedian = 0).
  • Das Öl ist für den Verzehr zugelassen.

Liegt nur der Säuregehalt minimal höher oder weist das Olivenöl kleine aromatische Fehler auf, rutscht es eine Kategorie tiefer.

Natives Olivenöl Extra

Ölsäure von Olivenöl

Was ist der Säuregehalt bei Olivenöl?

Schmeckt Olivenöl mit hohem Säuregehalt Sauer? Und was sagt der Säuregehalt über die Qualität des Öles aus? Alle Antworten bei uns im Artikel.

Kategorie 2 – natives Olivenöl:

Die zweitbeste Kategorie wird natives Olivenöl genannt.

  • Ebenso wie das Öl der ersten Güteklasse darf auch das native Olivenöl nur aus den Früchten des Ölbaums auf mechanische Weise gewonnen werden. Zugelassene Behandlungen sind Waschen, Dekantieren, Zentrifugieren und Filtern.
  • Mischungen mit anderen Ölen sind nicht gestattet.
  • Der Säuregehalt ist ≤ 2,0 Prozent.
  • Es muss fruchtig schmecken (= Fruchtigkeitsmedian >0).
  • Es darf kleine Fehlaromen aufweisen (= Fehlermedian ≤ 2,5).
  • Das Öl ist für den Verzehr zugelassen.

Liegt der Säuregehalt höher, oder fällt ein anderer vorgeschriebener Wert aus dem Rahmen, darf das Öl nicht mehr als natives Olivenöl ausgezeichnet werden. Es wird zum Lampantöl.

Güteklasse 3 – Lampantöl:

Auch das Lampantöl ist ein natives Olivenöl.

  • Denn es wird ebenfalls nur aus den Früchten des Olivenbaums auf mechanische Weise gewonnen. Auch die Behandlungsweisen sind auf das Waschen, das Dekantieren, das Zentrifugieren und das Filtern beschränkt.
  • Es wird nicht mit anderen Ölen gemischt.
  • Allerdings liegt der Säuregehalt bei > 2,0 Prozent.
  • Daher weist das Lampantöl starke Fehlaromen auf.
  • Es ist nicht zum Verzehr zugelassen.

Um das Lampantöl genießbar zu machen, muss es gereinigt werden. Dieser Vorgang wird als Raffination bezeichnet.

Kategorie 4 – Raffiniertes Olivenöl:

Bei der Raffination wird das Olivenöl mit Chemikalien behandelt und sehr hohen Temperaturen unterzogen.

  • Durch chemische Prozesse wurde das Öl gereinigt oder entschleimt. Es wurde chemisch entsäuert und bei hohen Temperaturen gebleicht und desodoriert.
  • Der Säuregehalt ist ≤ 0,3 Prozent. 
  • Es besitzt keinen Olivenöl-Geschmack, denn die Geschmacksstoffe gehen bei der Raffination verloren.
  • Auch die typischen Aromen büßt das Öl beim Raffinieren ein.
  • Raffiniertes Olivenöl kommt nicht in den Verkehr.

Raffiniertes Olivenöl könnte bedenkenlos verzehrt werden. Allerdings besitzt es durch die Raffination außer seinem hohen Ölsäuregehalt keine gesundheitlich wertvollen Nährstoffe mehr. Daher wird es nicht an den Verbraucher abgegeben, sondern dient nur zum Mischen.

Güteklasse 5 – Olivenöl:

Ist auf dem Etikett kein weiterer Zusatz vermerkt, besteht das Olivenöl aus raffiniertem Olivenöl und nativem Olivenöl der Kategorie 1 oder 2.

  • Allerdings ist das Mischverhältnis nicht vorgeschrieben. Um das raffinierte Olivenöl wieder „salonfähig“ zu machen, wird so lange natives Olivenöl hinzugefügt, bis das Endprodukt farblich und geschmacklich gefällt. Theoretisch darf der Anteil an nativem Olivenöl zwischen einem und 99 Prozent betragen. Aus wirtschaftlichen Gründen beträgt er jedoch häufig nur 2 Prozent. 
  • Der Säuregehalt ist ≤ 1,0 Prozent. 
  • Je mehr natives Olivenöl in der Mischung enthalten ist, umso intensiver ist der Geschmack.

Olivenöl ist ein preiswertes Öl zum Backen, Anbraten und Frittieren.

Kategorie 6 – Rohes Oliventresteröl:

Rohes Oliventresteröl wird aus den Resten gewonnen, die nach dem Pressen des Olivenbreis verbleiben. Diese Restmasse heißt Trester. Sie besteht aus den Schalen, dem Fruchtfleisch, den Kernen und restlichem Öl, das sich nicht auf mechanischem Weg extrahieren ließ.

  • Mithilfe von Lösungsmitteln wurde aus dem Trester der ersten Pressung das restliche Öl gewonnen.
  • Es ist nicht zum Verzehr geeignet.

Damit das rohe Oliventresteröl zum Verzehr geeignet ist, muss es gereinigt werden. Dies geschieht durch Raffination.

Güteklasse 7 – Raffiniertes Oliventresteröl:

Raffiniertes Tresteröl ist ein sehr minderwertiges Öl, denn erstens wurde es aus dem Trester, also dem Abfall nach der ersten Pressung gewonnen. Und zweitens gehen bei der Raffination außer der Ölsäure, alle noch verbliebenen Nährwerte verloren.

  • Das Oliventresteröl wurde durch chemische Prozesse gereinigt und entschleimt. Es wurde chemisch entsäuert und bei hohen Temperaturen gebleicht und desodoriert.
  • Der Säuregehalt liegt bei ≤ 0,3 Prozent.
  • Es ist ein Öl mit fadem beziehungsweise keinem Geschmack.
  • Auch die Duftaromen sind nicht mehr vorhanden.
  • Das raffinierte Oliventresteröl wird nicht an den Verbraucher abgegeben.

Theoretisch wäre das raffinierte Oliventresteröl genießbar. Allerdings besitzt es ja weder Geschmacks- noch Duftstoffe, sodass es beim Verbraucher keinen Absatz fände. Daher dient es nur zum Mischen.

Kategorie 8 – Oliventresteröl:

Wird das raffinierte Oliventresteröl mit nativem Olivenöl der Güteklasse 1 oder 2 gemischt, entsteht das Oliventresteröl.

  • Auch beim Oliventresteröl ist das Mischverhältnis nicht vorgeschrieben. Obwohl der Anteil an nativem Olivenöl zwischen 1 und 99 Prozent betragen kann, dürfen Sie von einem sehr geringen Prozentsatz ausgehen.
  • Der Säuregehalt ist ≤ 1,0 Prozent. 
  • Je größer der Anteil an nativem Olivenöl ist, umso stärker ist der Geschmack.
  • Oliventresteröl ist ein sehr minderwertiges Olivenöl, das jedoch zum Verzehr freigegeben ist.

Fazit zum Olivenöl

Wer ein Olivenöl erwerben möchte, das schmeckt und gesund ist, sollte daher immer zu einem Olivenöl Virgen extra greifen. Denn nur die erste Güteklasse garantiert ein hervorragendes Geschmackserlebnis und all die wertvollen Inhaltsstoffe aus der Olive. Bei spanish-oil.com finden Sie ausschließlich Olivenöle in Top-Qualität.

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