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Oliven selber einlegen

Oliven Selber einlegen

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Reife Oliven pflücken, waschen und ab in den Mund, das geht leider nicht. Denn frische Oliven schmecken so bitter, dass sie ungenießbar sind. Bevor Sie sich die Früchte des Ölbaums schmecken lassen können, müssen sie mehrmals eingelegt werden.

Vorbereitungen oder Oliven einlegen zum Ersten

Oliven Pflücken

Bevor Sie mit dem Einlegen der Oliven beginnen können, müssen die Früchte verlesen werden. Angeschlagene oder gar leicht angefaulte Früchte können Sie nicht verwenden. Zum Einlegen und Haltbarmachen taugen nur die ganzen. Haben Sie außerdem Oliven mit verschiedenem Reifegrad geerntet, sollten Sie ebenfalls eine Sortierung vornehmen.

Nachdem Sie alle Früchte dreimal in einer Schüssel mit kaltem Wasser gewaschen haben, beginnen Sie mit der Vorbereitung aufs Einlegen. Schneiden Sie dazu jede Olive mit einem kleinen, scharfen Küchenmesser der Länge nach, rundherum insgesamt vier Mal ein. Das ist notwendig, dass die Ölbaumfrüchte beim anschließenden Wässern ihre Bitterkeit rascher verlieren.

Geben Sie nun die eingeschnittenen Oliven in ein Einmachglas und füllen Sie das Glas bis zum Rand mit Wasser auf. Legen Sie einen Teller als Deckel auf, sodass auch die oben schwimmenden Früchte unter Wasser gehalten werden. Um die Bitterstoffe aus den Steinfrüchten zu schwemmen, ersetzen Sie das Wasser im Einmachglas täglich einmal durch frisches. Diesen Vorgang sollten Sie mindestens zehn Tage lang wiederholen. Eventuell noch etwas länger. Ob die Oliven für Ihren Geschmack ausreichend Bitterkeit verloren haben, stellen Sie durch Probieren fest.

Olivenöl in der Küche

Tipp 1: Testen Sie nicht jedes Mal eine Olive, sondern probieren Sie das Olivenwasser, um den Grad der Bitterkeit festzustellen.

Tipp 2: Wer zu faul ist, die Früchte einzuschneiden, füllt die Oliven nach dem Waschen direkt ins Glas. Allerdings dauert das Auswaschen dann länger. Sie müssen mit circa vier Wochen rechnen.

Oliven haltbar machen oder Oliven einlegen zum Zweiten

Sind die Oliven entbittert, geht es ans Einlegen zur Konservierung. Dazu benötigen Sie:

  • pro Kilo Früchte 1 Liter Wasser
  • pro Liter Wasser 100 Gramm Salz (Meersalz oder Tafelsalz)
  • pro Liter Wasser eine Zitrone
  • Olivenöl
Zitronen für Oliven

Und so wird’s gemacht:

  1. Pressen Sie die Zitrone aus und kochen Sie den aufgefangenen Saft zusammen mit dem Wasser und dem Salz kurz auf. 
  2. Lassen Sie die Salzlake erkalten.
  3. Gießen Sie nun in das Einmachglas zu den Oliven statt des frischen Wassers die kalte Salzlake.
  4. Damit keine Schimmelpilze oder Bakterien an die Früchte kommen können, füllen Sie auf die Salzlake Olivenöl. Die Olivenölschicht muss mindestens zwei Zentimeter betragen.
  5. Schließen Sie das Einmachglas und lagern Sie es an einem dunklen Ort.
  6. Bis zum Verzehr müssen die eingeschnittenen Oliven mindestens sechs Wochen in der Salzlake verbleiben. (Nicht eingeschnittene Früchte benötigen circa zwei Monate, bis sie verzehrfertig sind.)
  7. Die Höchstlagerdauer beträgt zwei Jahre.

Tipp 1: Möchten Sie das Grundrezept etwas verfeinern und Ihren Oliven einen extra Frische-Touch mitgeben, veredeln Sie Ihre Salzlake nach dem Erkalten mit Zitronenscheiben.

  • Schneiden Sie pro Liter Salzlake eine halbe Bio-Zitrone in der Mitte durch und jedes Viertel in dünne Scheiben.
  • Mischen Sie die Zitronenviertel in die kalte Salzlake und übergießen Sie damit die Oliven im Glas.
  • Füllen Sie mit zwei Zentimeter Olivenöl auf.

Tipp 2: Auch Gewürze wie Lorbeer und Thymian passen wunderbar zu den Oliven. 

  • Stecken Sie pro zwei Liter Salzlake ein Lorbeerblatt und zwei Thymianzweiglein mit ins Glas.
  • Die oberste Schicht muss wieder das Olivenöl sein.

Tipp 3: Auch kleine Babymöhren, kleine Blumenkohlröschen, Knoblauchzehen oder Chilis eignen sich hervorragend, um den eingelegten Oliven eine ganz besondere Note zu verleihen. Das Gemüse kann später einfach mitgegessen werden.

Eingelegte Oliven veredeln oder Oliven einlegen zum Dritten

Endlich ist die Wartezeit vorüber und Sie können Ihre ersten selber eingelegten Oliven probieren: Nehmen Sie dazu die Oliven aus dem Glas und spülen Sie sie kurz unter frischem Wasser ab. Tupfen Sie die Früchte mit etwas Küchenkrepp trocken und beträufeln Sie sie anschließend mit einem guten Olivenöl. Hervorragende Olivenöle, die sich gut zum roh Essen eignen, finden Sie bei spanish-oil.com.

Haben Sie die Früchte nur in Salzlake eingelegt und möchten ihnen nun noch einen besonders maritimen Hauch verleihen, marinieren Sie die Oliven für einen Tag im Kühlschrank. Sie verwenden für 500 Gramm Früchte zwei Thymianzweige, drei Rosmarinzweige, zwei kleine Lorbeerblätter, einen Teelöffel Oregano und zwei Knoblauchzehen.

  • Geben Sie die Oliven in einen verschließbaren Plastikbehälter.
  • Fügen Sie die Kräuter hinzu.
  • Füllen Sie mit Olivenöl auf.
  • Rühren Sie gut um und lassen Sie die Früchte im Behälter einen Tag im Kühlschrank durchziehen.
Olivenöl mit Kräutern aromatisieren

Für eine exotische Marinade verwenden Sie bei einem halben Kilo Oliven:

  • 60 Gramm Kapern
  • 2 Teelöffel getrockneten Thymian
  • 1 Teelöffel Oregano
  • 1 Teelöffel Fenchelsamen
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Messerspitze Cayennepfeffer

Guten Appetit!

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