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Was sind die Polyphenole im Olivenöl?

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Die Geschichte des Olivenöls lässt sich bis in die Antike zurückverfolgen und entwickelte sich bereits vor 6000 Jahren zu einem wichtigen Handelsgut. Die genaue Herkunft der beliebten Steinfrucht ist bis heute nicht nachweisbar. Historiker vermuten die Entstehung der ersten großen Olivenhaine zur systematischen Ölgewinnung in Kreta um das Jahr 3500 v. Chr. Heute gehören Griechenland, Spanien und Italien zu den wichtigsten Anbaugebieten von Olivenhainen. 

Die Geschichte des Olivenöls im Mittelalter

Mit dem Zusammenbruch des römischen Reiches veränderte sich auch die Nachfrage sowie die Produktion des beliebten “flüssigen Goldes”, wie das beliebte Öl der kostbaren Steinfrucht genannt wurde. Im nördlichen Mittelmeerraum erlag die Produktion sowie der Handel mit Olivenöl fast vollkommen, während der Anbau und Handel im südlichen Teil einen wahren Boom erlebte. Erst durch die zunehmende Christianisierung zu Beginn des 5. Jahrhunderts erfreute sich das Olivenöl auch in Nordeuropa wieder einer großen Beliebtheit und wurde nach biblischem Ritual vorwiegend als Tauf- oder Salböl verwendet. 

Die weltweite Verbreitung des “grünen Öls” 

In Zeiten des Kolonialismus verbreitete sich der außerordentliche Geschmack des Olivenöls auch über die Grenzen Europas hinaus. Die ersten Entdecker brachten das grüne Öl auf ihren Expeditionen nach Süd- und Nordamerika, das sich auch auf diesem Kontinent zu einem begehrten Handelsgut entwickelte. Durch die italienischen Auswanderer, die sich im 19. Jahrhundert auf die beschwerliche Reise in die USA begaben, verbreitete sich das schmackhafte Speiseöl auch in den Küchen der amerikanischen Hausfrauen. Die Beliebtheit italienischer Spezialitäten ist eng mit dem Erfolg des Olivenöls verbunden, das heute auch in der deutschen Küche seinen festen Platz gefunden hat. 

Polyphenole – warum ist das “flüssige Gold” so gesund?

Die gesundheitsfördernde Wirkung des Olivenöls wurde bereits in der Antike entdeckt und machte es zu einer medizinischen Wunderwaffe gegen verschiedene Erkrankungen dieser Zeit. Olivenöl-Polyphenole verlängern die Haltbarkeit des Produkts und verhindern somit das “Ranzigwerden”. Die organisch- chemischen Verbindungen und Substanzen des Olivenöls wirken entzündungshemmend und halten den Cholesterinspiegel im Gleichgewicht. Polyphenole wirken als Antioxidantien und schützen den menschlichen Organismus vor der schädlichen Einwirkung von freien Radikalen. Diese greifen vorwiegend das Zellgewebe an und setzen einen Entzündungsprozess in Gang. Olivenöl-Polyphenole schützen nicht nur vor Entzündungen, sondern wirken als natürliches Schmerzmittel, das sich auf das betreffende Gewebe ausbreitet. Auf diese Weise vermindern dse die Bildung von Entzündungsherden im Blutkreislauf, stärken  den Stoffwechsel und schützen gleichermaßen vor Thrombosen. 

Wie erkennt man ein Polyphenol reiches Olivenöl?

Olivenöle, die reichhaltig an Polyphenolen sind, erkennt man an ihrer dunkelgrünen fruchtigen Farbe sowie ihrem scharfen und bitteren Geschmack. Dieser wird vorwiegend durch die Beigabe von jungen grünen Oliven hervorgerufen, die über einen besonders hohen Gehalt an Polyphenolen verfügen. Eine ausgewogene bittere Geschmacksnote zeichnet jedes Qualitätsöl aus. Dabei spielt das Polyphenol Oleuropein eine wichtige Rolle, das auf natürliche Weise dem Olivenöl seine sanft bittere Note verleiht und somit nicht nur die Verdauung fördert, sondern auch den Stoffwechsel anregt. 

Desto grüner die Oliven bei der ernte desto höher fällt auch der Polyphenolgehalt im Olivenöl aus. Auch gibt es besonders Polyphenol reiche Olivensorten wie die Cornicabra Olive!

www.spanish-oil.com

Der Gehalt an Polyphenolen wird durch das Anbaugebiet sowie die Reife der geernteten Oliven bestimmt. Der Frischegrad und die Lagerungszeit des Olivenöls spielen bei Qualität und Geschmack eine wichtige Rolle. Frische geerntete grüne Oliven verfügen über den höchsten Gehalt an Polyphenolen. Das Olivenöl mit dem höchsten Polyphenolgehalt kommt aus Cornicabra Oliven, die wegen der Olivensorte deutlich mehr Polyphenole aufweisen. Jedoch ist die Cornicabra Olive nicht weit verbreitet. Wegen ihrem bitteren Beigeschmack ist sie nicht ganz so beliebt wie Arbequina und Picual Olivenöle. 

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